Wo stehe ich in fünf Jahren? Habe ich die nötige Portion Wille und Durchhaltevermögen, um meinen Weg weiterzugehen? Bleibe ich gesund? Gelingt es mir immer wieder, den nächsten Schritt zu machen?

Es gibt keine Garantien im Leben, aber eines ist sicher: Mein Schlüssel zum Erfolg – im Sport wie im Alltag – ist die Demut. Ich bin zutiefst dankbar, dass ich meine Leidenschaft für den Skirennsport leben darf und gleichzeitig eine berufliche Grundausbildung absolviere. Das ist keine Selbstverständlichkeit, und doch spüre ich tief in mir, dass es möglich ist. Mein Vorbild in dieser Hinsicht ist Franjo von Allmen. Auch er hat einen Handwerksberuf erlernt und musste während seiner Ausbildung Geduld und Vertrauen in seinen Weg entwickeln.

Ein Jahr voller Veränderungen

Die letzten eineinhalb Jahre waren geprägt von Entwicklungen und Herausforderungen:

  • Wechsel von der JO zur FIS
  • Wechsel von der Sportschule Glarnerland in eine berufliche Ausbildung ohne das gewohnte Sportschul-Umfeld
  • Wechsel vom Umfeld eines Teenagers in die Welt der Erwachsenen
  • Wechsel zu neuen Trainern, Teams und Strukturen
  • Wechsel von regionalen Rennen zu nationalen und internationalen Einsätzen
  • Wechsel vom SSW-Juniorenkader zum Nationalen Leistungszentrum Ost (NLZ-Ost)
  • Wechsel von tageweisen Absenzen zu mehrwöchigen Renn- und Trainingsblöcken

Gleichzeitig galt es, meine Schreinerlehre voranzutreiben, Schulstoff nachzuholen und mich in meiner Ausbildung weiterzuentwickeln. Wenn ich zurückblicke, frage ich mich manchmal, wie ich es geschafft habe, mich immer wieder neu zu organisieren. Und ja, es gab Momente, in denen es nicht gut lief – Momente der Unsicherheit und des Ärgers. Doch diese Erfahrungen haben mich stärker gemacht.

Heute kenne ich mich besser, bin mutiger, habe meinen Charakter und meine Selbstsicherheit gestärkt und weiss, dass ich meinen Weg aus tiefstem Herzen liebe und ehre. In schwierigen Zeiten konnte ich immer auf meine Familie zählen. Sie fangen mich auf, wenn ich falle, motivieren mich, ermöglichen mir diesen Weg.

Ich lerne immer mehr, bei mir zu bleiben, den ständigen Vergleich mit anderen Athleten loszulassen und meinen eigenen Weg zu gehen. Ich schätze, woher ich komme – und wo ich bereits stehe. Demut, Dankbarkeit und Freude – das ist mein Fundament.

 

Ohne euch geht es nicht!

Ein grosser Dank geht an meine Sponsoren, die mich auf diesem ehrgeizigen Weg begleiten. Es bedeutet mir unglaublich viel, euer Interesse und eure Unterstützung zu spüren. Es gab bereits viele spannende Gespräche, und ich schätze den Austausch mit euch sehr.

Mein Rezept für Erfolg?

Es gibt kein Patentrezept. Aber für mich sind es diese Bausteine:

trainieren – Tag für Tag an mir arbeiten
gesund bleiben – der wichtigste Grundstein
Rennglück haben – denn manchmal braucht es einfach den richtigen Moment
Freude & Lockerheit bewahren – weil ohne Spass kein Erfolg kommt

Rennen, Reisen, Resultate

Nicht jedes Rennen lief gut – Ausfälle gehören dazu. Aber es gab auch Ergebnisse, die meine FIS-Punkte verbessert haben, und meine Trainingsleistungen zeigen eine positive Entwicklung. Jetzt arbeite ich daran, das im Wettkampf umzusetzen – Schritt für Schritt, Meilenstein für Meilenstein.

Seit anfangs Jahr lebe ich praktisch aus dem Koffer. Ein bis zwei Tage daheim bedeuten: Nachholen für die Berufsschule, Skimaterial pflegen, Freunde treffen, neu packen – und weiter geht’s! Bis Mitte April stehen noch viele Rennen an, in denen ich meine FIS-Punkte verbessern und meinen NLZ-Status halten möchte.

Ein riesiges DANKE an meine Sponsoren, meine Familie, meine Freunde und meine Trainer für eure Unterstützung – finanziell, mental und emotional. Ohne euch wäre dieser Weg nicht möglich!

Bis bald auf und neben der Piste!

Gruäss Kilian